Dres. Stoltenburg, M.Sc., M.Sc., MPI FON 030 / 48095756 www.implantate-berlin.ws
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01.01.2014

          "All on 4 – Sofortimplantate"

Fa.Nobel Biocare, Referat unter Leitung der Van Ghemen, Berlin 2014

 

Versorgungskonzepte für zahnlose Patienten

 

    Behandlungsplanung und Überlegungen für eine bessere Lebensqualität

 

Es handelt sich um kein chirurgisches, sondern um ein  prothetisches Konzept.

Die Lebenserwartung steigt in den nächsten Jahren um ca. 20%. Trotz zahlreicher  zahnmedizinischer Maßnahme  zeichnet sich eine deutliche Zunahme unbezahnter  Kiefer  bei Patienten >65 Jahre ab.

Wenn Zähne erstmal verlorengegangen sind, schwindet  auch der Kieferknochen. Resultat sind Gesichtsveränderungen durch atrophierte Ober- und Unterkiefer.

Dennoch sollte man möglichst nicht warten, bis die Zähne durch Knochenabbau so locker geworden sind, dass sie fast selbständig herausfallen. Vielmehr sollte man den Zeitpunkt einer Extraktion von nicht mehr erhaltungswürdigen Zähnen  im Sinne einer Implantatversorgung  entsprechend so wählen, damit  auch für dieses Konzept noch entsprechender Kieferknochen zum Implantieren vorhanden ist.

 

Minimum einer UK-Implantatversorgung sind 2 Implantate

Minimaldiagnostik ist ein OPTG

Optimale Planung erhält man mit dem DVT:   Informationsgewinn ist dreidimensional     

 

Situationen mit ausreichend Knochenangebot:

Angestrebt werden soll „implantatgetragener ZE“

               Voraussetzung für dessen Gelingen:

  1. hohe Primärstabilität der Implantate
  2. spannungsfreie Verblockung der prothetischen Konstruktion
  3. hohe Compliance des Patienten

Nachteile: höherer Aufwand – höhere Kosten

Vorteile:   frühzeitige Belastung – besserer Halt – zufriedenere Patienten

 

 

All on 4 -  Konzept für die Situation mit reduziertem Knochenangebot:       

       Es  ermöglicht festsitzenden Zahnersatz auf 4 Implantaten,

       2 mittlere gerade und 2 distale schräge Implantatinsertionen,

Die Implantate werden so inseriert, um im OK die Perforation der  Kieferhöhlenwand zu umgehen  und im UK  nicht das Foramen mentale bzw. den N. alveolaris inferior zu verletzen.

    

Optimalste Lösung wäre 12 und 22 gerade Implantate, 15 und 25 als schräge Implantate und die ersten Molaren als Anhänger. Das ganze über einen Steg gebunden zur starren Einheit. Denkbar wäre den festsitzenden Zahnersatz  als „ bedingt abnehmbare“  z.B. als okklusal aufgeschraubte Konstruktion zu gestalten.

Ähnlich stellt sich die Variante im UK dar.

 

Voraussetzung für die Neigung der Implantate sind 10mm Länge und 5mm Knochenbreite

Das  Konzept ist konzipiert für festsitzenden und herausnehmbaren ZE

 

ZIELE des All on 4- Konzeptes:

  1. Einfache Lösung für wenig Restzahnbestand
  2. Wenig Aufwand für viel zu ersetzende Zähne
  3. Dankbarkeit der Patienten, ohne Augmentation Implantate zu erhalten, d.h. kein Knochenaufbau ist notwendig
  4. Wenig Wunden – wenig Komplikationen
  5. Kostenminimierung – hohe Wirtschaftlichkeit
  6. Neue Lebensqualität für den Patienten

 

Nachteile:                                                                                                                                                                   wenn intraoperativ ein Implantat nicht primärstabil ist oder

                                    wenn der Winkel bzw. die Neigung bei der Implantatpositionierung nicht stimmt,

 

zwingende Voraussetzung ist immer:

  1. Wachsaufstellung
  2. Röntgenschablonen
  3. DVT-Analyse
  4. OP-Schablone

 

Empfehlenswert ist navigiertes Implantieren als Risikominimierung

Inzwischen wurden 8000 Implantate klinisch getestet

 

 


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