Dres. Stoltenburg, M.Sc., M.Sc., MPI FON 030 / 48095756 www.implantate-berlin.ws
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01.01.2014

MODUL 2012  Prof.Dr.Schmidinger

 

"Einstieg in die Implantologie"                                                

UK –Funktionen: Öffnen,Schliessen,Saugen

                              Kauen, Beissen

                              Phonation und nonverbale Funktionen

Wichtigste Muskulatur = die Zungenmuskulatur,

                in diesem Bereich ist i.R. wenig Knochen, um Zähne zu fixieren,

                vestibulär schwindet der Knochen schneller als lingual

                mitunter liegt die Mundbodenmuskulatur  höher als der Alveolarfortsatz

               

Ist der Kieferknochen   = oder > als 4mm abgebaut,

                ist i.R. ein Knochenaufbau für festsitzenden ZE oder nur noch herausnehmbarer ZE

                möglich, indem man mit Kunststoff  Knochen und Zahnfleisch aufbauen kann

 

Implantatachsen      

Prinzipiell ist eine prothetisch ausgerichtete Implantatachse anzustreben,

aber u.U. ist im UK-SZG keine zahnachsengerechte Implantation mehr möglich

d.h. zuviel Knochen hat sich inzwischen von bukkal nach lingual abgebaut, dass nur noch eine umgekehrte, der ehemaligen Zahnachse entgegengesetzte Richtung des Implantats möglich ist, vor allem im UK-FZG.

                   Grund: A. lingualis und die A.sublingualis, die bei Verletzung zu

                                lebensbedrohlichen Blutungen ins Mediastinum führen können

 

Profiliert kann man bereits mit der Fingerbeere auf den UK-Rand die Achsenrichtung festlegen,

möglich ist aber auch über schablonengeführte Implantation.

Wenn Schablonen eingesetzt werden, dann möglichst Orientierungsschablonen, wo man Knochen sehen kann…

Eine Implantatachsenänderung kann man letztendlich mit abgewinkelten Abutments, die konfektioniert oder CAD-CAM gefräst angefertigt werden, ausgleichen.

 

Der Sicherheitsabstand zum Foramen mentale sollte mindestens 1mm, besser 2mm betragen, um selbst Quetschungen des Canalis mandibulae mit Sicherheit auszuschließen.

Wenn nur unzureichend Knochenlänge zur Verfügung steht, so darf auch nicht neben dem Kanal implantieren.

Um all diesen Risiken vorzubeugen, sollte vor der Implantation im UK-SZG  immer ein DVT angefertigt werden,

d.h. eine dreidemensionale Darstellung, um die linguale i.R. ausgedünnte Kompakta und die

                                            obere Begrenzung des Mandibularkanals eindeutig darzustellen.

IM OPTG hingegen ist i.R. nur der untere Rand des Mandibularkanals erkennbar, da nach okklusal meist kein Knochen vorhanden ist.

 

Minimalinvasive Methode im OK nach Summers

Kommt zur Anwendung, wenn durch Knochenschwund der Abstand zur Kieferhöhle  noch 6-7mm beträgt, d.h. nur minimal bohren und anschließend klopfen oder

                            Bei sehr weichen Knochen  gleich klopfen    

Bei dieser Methode wird das Kieferhöhlendach angehoben um 1-2mm ohne Nebenwirkungen.

 

Patienten mit chronischer Sinusitis sind insofern geeignet, da diese Kieferhöhlen mit einer dicken Schleimhaut ausgekleidet sind und dadurch die Perforationsgefahr nicht besteht…..            

 

Im FZB des OK`s ist zu beachten die Nasenhöhle, in die man nicht hinein implantieren darf,

Wenn in diesem Bereich der Knochen zu weit von vetsibulär nach oral abgebaut ist, dann sollte man besser kürzere Implantate verwenden und nicht ins For. Inzisivum implantieren.

 

 

Optimale Voraussetzungen für eine Sofortimplantattion:

 

1.I1. Im OK-EZ-Bereich:

i.R. ausreichend Knochen und Zahnfleisch

vor allem fester Knochen in palatinaler Richtung

 

2.I2. Im ersten OK-Prämolarenbereich

hat man i.R. ausreichend Knochen, man sollte das Implantat möglichst in die palatinale Wurzel inserieren und die bukkale Wurzel mit einem Gemisch aus autologen Knochenspänen und Knochenersatzmaterial auffüllen, sofern es sich um eine  Sofortimplantation handelt.

 

3.I3. Im ersten OK- Molarenbereich

Nicht in die palatinale Wurzel implantieren, da große Gefahr der Verletzung der A.palatina

                                 

 

„Risikoprofil“ von Patienten:

 

  1. Raucher, vor allem weibliche Patienten, die über eine Raucher-Parodontose ihre Zähne verloren haben, besteht eine große Mißerfolgsrate

Grund: Gefäßverengung

Ohne Gefahr ist eine Tagesdosis von 3-5 Zigaretten pro Tag

 

  1. Alkoholiker, i.R. keine Einschränkung

 

  1. Antidepressiva, Leiden durch trockene Mund-Schleimhat und damit  starke Keimflora

 

  1. Depression, psycho-somatisch bedingt,

betrifft meist Frauen im Alter zwischen 45-65 Jahren ,      

Zungenbrennen als Symptom,

Patienten meinen, sich „Superzähne“ ziehen lassen zu müssen

höchstes Risiko für Implantate

 

  1. Kortison, bei rheumatischen Schüben und bei onkologischen Nachbehandlungen

Verhindert die Knochenneubildung

Risiko = dosisabhängig:   3mg pro Tag – geringes Risiko,

                                             darüber hinaus ist höheres Risiko

bei temporärer Einnahme 3-4 Wochen warten, danach ist Implantation möglich

 

  1. Hypo- und Hyperthyreose,

bei normalen Überfunktionen der Schilddrüse „Basedowsche Erkrankung“

besteht kein Risiko,

Nach einer onkologischen Behandlung  einer Hyperfunktion – Implantation „ja“

                                                        aber bei einer  Hypofunktion – Implantation „nein“

 

  1. Osteoporose, kein Risiko

 

  1. Altersdiabetes, Patient muß eingestellt sein

Risiko besteht lediglich bei Diabetes schwerer Formen

 

  1. Bestrahlung,  1Jahr muß man warten, dann ist Implantation möglich

 

  1. Bisphosphonate,  diese bleiben 15-20 Jahre im Körper,

aber wenn diese Patienten seit >1Jahr oder länger diese Medikamente nicht mehr einnehmen, kann implantiert werden.

 

 

Albtraum Kiefernekrose

Für Krebspatienten, die eine Chemotherapie bekommen, gelten aus anderen Gründen Einschränkungen.

Bei bestimmten Tumorarten mit Knochenmetastasen werden nämlich häufig Medikamente verordnet, die das Risiko für eine schwer zu behandelnde Kiefernekrose erhöhen. Eine Kiefernekrose (Verlust des Kieferknochens und des darüberliegenden Zahnfleischs) ist ein regelrechter Albtraum – sowohl für den Zahnarzt als auch für den Patienten. Deshalb sollte jeder, der hoch dosierte Bisphosphonate, Denosumab oder Bevacizumab einnehmen muss oder musste, regelmäßig zur zahnärztlichen Kontrolle.

Operative Kiefereingriffe sollen nach einer Bisphosphonat-, Denosumab- oder Bevacizumab-Therapie einerseits auf ihre Indikation hin überprüft werden und andererseits immer unter strengen Infektions- und Wundheilungs-Kautelen erfolgen

Für Maßnahmen zur Kiefer-Rekonstruktion  nach ausgeheilter ONJ können zurzeit noch keine evidenzbasierten Empfehlungen formuliert werden (Expertenkonsens 12/16) 007/091 – Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose (BP-ONJ) und andere medikamentenassoziierte Ki efernekrosen aktueller Stand: 04/2012

 


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