Dres. Stoltenburg, M.Sc., M.Sc., MPI FON 030 / 48095756 www.implantate-berlin.ws
Dres. Stoltenburg, M.Sc., M.Sc., MPI            FON 030 / 48095756         www.implantate-berlin.ws 

 

 

 

 

GBR- GUID BONE Regeneration

 Fa. Geistlich "Biomaterialien"

 

Dr.Thomas Barth

Leipzig, September 2018

 

Bio-Materialien

„autolog“        (körpereigen)

„isogen“          (vom Zwilling)

„allogen“         (von Laichen  z.B. Alloplast)

„xenogen“       (vom Tier  z.B.  BioOss und Biogide)

„alloplastisch“ (synthetisch  z.B. Betatricalziumphosphat

                                                           Hydroxylapatit,  Glaskeramik usw.

Dr.Barth favorisiert nach 30 Jahren Berufserfahrung die Produkte BioOss als Knochenersatzmaterial, welches wie „Stahlbeton“ sich mit dem körpereigenen Knochen verbindet und in der augmentierten Region über Jahre erhalten bleibt. Selbst horizontal-vertikale Augmentationen sind mit den Biomaterialien von Geistlich nach der ReOss-Methode und in Kombination mit der Broncholappenplastik erfolgreich.

U.a.  wird die Erfolgswahrscheinlichkeit nach einer Implantation minimal  verbessert, wenn zusätzlich nach Implantatsetzung mit einem Augmentat aufgefüllt wird.  Die „Krümelanlagerung“  mit BioOss schützt zusätzlich vor Knochenresorption und der Reizung durch das darüberliegende Weichgewebe.

Ganz anders dokumentierten sich die Fälle mit alloplastischen Materialien und die großräumigen Augmentationen mit Beckenkamm. Die geringe Erfolgsquote war bereits nach 5-7Jahren röntgenologisch erkennbar. Nach 11 Jahren war der gesamte Beckenkammaufbau resorbiert, obwohl kortikospongiöse Knochenblöcke verwendet wurden. Fazit: „Versetzter Knochen muss nicht funktionieren“, der Beckenkamm vaskularisiert nicht an den Enden mit den eigenen Knochen, deshalb die starke Resorption.

Darüberhinaus sollte in den autologen Knochen, sogenannten „versetzten Knochen“, möglichst nach 4 Monaten implantiert werden wegen der Resorptionsgefahr.

 

Broncholappenplastik

Es folgen keine Dehiszenzen. Um Dehiszenzen zu vermeiden, niemals mesiale Schnitte legen, sondern immer untertunneln. Nur von distal einen nach mesial auslaufenden Epithelschnitt, subperiostal den Lappen präparieren bis zu Mucogingivalgrenze und erst in diesem Bereich einen scharfen Periostalschnitt verursachen. Durch Untertunnelung nach lingual  und mesial kann man den Lappen extrem dehnen. Danach vernäht man Periost mit Periost mit resorbierbaren Nahtmaterial unter Einziehung einer Matrix, danach Mucosa mit Mucosa und schließlich epitheliale Mucosa mit epithelialer Mucosa mit nicht resorbierbaren Fäden.

 

Zahnerhaltung um jeden Preis?

Dr. Barth sagt „nein“…….Ein Seitenzahn im Unterkiefer sollte bei Beschwerden und entsprechender Indikation nach allen Maßnahmen der ärztlichen Kunst konservierenden und endodontisch, wenn nötig durch einen Endodontiespezialisten, behandelt werden. Wenn all diese Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen, könnte man es als „Körperverletzung“ bezeichnen, solch einen Zahn noch chirurgisch durch eine Wurzelspitzenresktion um jeden Preis zu erhalten.

 

Indikation für Socket- und Ridgepreservation

Wenn ein Patient sich entschlossen hat, einen verlorengegangenen Zahn durch ein Implantat zu ersetzen, so sollte man eine Socketpreservation durchführen, d.h. die Extraktionsalveole sofort mit einer Mucograft, besser mit einer Fibrogide verschließen, um einen Höhenverlust des Knochens zu verhindern und die Schleimhaut vorsorglich zu stabilisieren. Diese Kollagen-Matrix sollte dabei in der Schicht der Lamina propria vernäht werden.

Liegt nach der Extraktion ein tastbarer bukkaler Knochendefekt vor, so sollte man von vornherein eine Ridgepreservation planen. Die Durchführung beinhaltet eine entsprechende Aufklappung unmittelbar nach der Extraktion, das Auffüllen mit BioOss als Kollagenblock oder Kollagengranulat, einer darüberliegenden  Biogide.  Diese sollte möglichst gepinnt werden, dadurch kann die Biogide entsprechend gezogen und schützend über das Augmentat gelegt werden. Die Pins müssen nicht zwingend entfernt werden. Letztendlich erfolgt das Vernähen der Wundränder zunächst in vertikaler Richtung und anschlißend horizontal. Die nicht verschließbare Wunde muss u.a. mittels Fibrogide oder eines Freien Schleimhauttransplantates abgedeckt werden. Das FST liegt über der Biogide. Dies dient vor allem der besseren Ernährung. Letztendlich muss der palatinale OP-Bereich mit einer fest angedrückten Miniplastschiene versorgt werden, meist in Kombination mit dem provisorisch eingebrachten Kunststoffzahn. Abgeschirmt werden sollte mit Antibiose.

 

Provisorische Versorgung

Nach jeder Freilegung sollten vor allem im Frontzahngebiet sofort Interimskronen über einen Zeitraum von 3-4 Monaten zum Einsatz kommen, d.h. die Remodellierungsphase sollte lange genug sein, um ein funktionelles und vor allem ästhetische befriedigendes Ergebnis zu erzielen.

Durch eine palatinale Inzision erzielt man bei der Freilegung von Implantaten im ästhetischen Bereich durch die Verschiebetechnik nach bukkal eine Verdickung der Schleimhaut

 

Mucograft und Fibrogide

Beide Biomaterialien sind keine Membranen, sondern eine Matrix. Diese Matrix sollte beim Verwenden nicht gequetscht werden, denn in die Porosität der Matrix sollen die Fibroblasten eindringen. Deshalb dieses Material nicht befeuchten. Es saugt sich voll mit Blut, sobald es vernäht wird. Die Größe muss deshalb vor dem Einlegen im trockenen Zustand entsprechend dem OP-Gebiet beschnitten werden.

Die Fibrogide erweist sich als formstabiler als die Mucograft und stellt heutzutage eine Alternative zum Bindegewebstransplantat dar.

Die Fibrogide wie auch die Mucograft sollte immer nach bukkaler Schlitzung und vorheriger Untertunnelung in die Lamina propria eingenäht werden. Sie muss lagestabil einwachsen. Die bessere Alternative ist natürlich immer das FST bzw. das Bindegewebstransplantat.

Das FST sollte immer mit einer 6,0Drahtnaht vernäht werden. Die Entnahmestelle dagegen mit einer Gore-Naht an der bukkalen Seite der Zähne befestigen mit einem darunterliegenden Hämostyptikum zur Blutstillung.

 

Fallbeispiel: Explantation eines Frontzahnes

Am Anfang steht immer das Problem.

Nach dem Problem folgt die Idee.

Nach der Idee muss das „prothetische Gesamtkonzept“  folgen.

Im speziellen Fall fehlte ein klares Konzept , denn die Versorgung eines Frontzahngebietes funktioniert nur, wenn das Seitenzahngebiet abgestützt ist. Dies lag nicht vor.

Probleme waren:    Kieferkurvatur, zu weit nach bukkal inseriert

                                   3D Implantatposition nicht beachtet

                                   Ästhetik durch extreme bukkale Rezession

                                    KFO-Problem zu große Lücke für Frontzahn

ZIEL ist:   Explantation mittels Piezogerät

                 Augmentation eines großen einwandigen Defektes

                 Miniplastschiene mit inserierten Kunststoffzahnes für 2Monate

                 Neue Implantation  nach 7 Monaten

 

Keramikimplantate

Es gibt keine Indikation für Keramikimplantate, wenn man Knochen- und Weichgewebsmanagement richtig umsetzt.

Gründe:  viel zu hohe Bruchgefahr

                 Explanation viel zu kompliziert

                  Es gibt keinerlei Hüft- oder Kniegelenke aus Keramik

Lediglich die Marktsituation bestimmt die Herstellung von Keramikimplantaten.

 

u.a.

Nach Knochenaufbauten ist i.R. ein DVT sinnlos, da meist keine Dicke erkennbar ist.

Scanner amortisieren sich nicht.

Easy-Implantate sind für so manche Patienten finanziell sinnvol.

 


Druckversion Druckversion | Sitemap
© Zahnarztpraxis