Dres. Stoltenburg, M.Sc., M.Sc., MPI FON 030 / 48095756 www.implantate-berlin.ws
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01.01.2014

 

 

„laterale Augmentation für horizontale Knochendefekte“

 

Um bei der lateralen Augmentation die Knochenbreite optimieren zu können, ist die größte Herausforderung, das „Weichgewebe“. Knochen braucht Weichgewebe und umgekehrt. Nur durch ein qualitativ entsprechendes Weichgewebe können letztendlich periimplantäre Erkrankungen und damit Knochenverlust um das Implantat verhindert werden.

 

Man unterscheidet drei Kategorien der lateralen Augmentation (GBR):

  1. Inserierte Implantate sind circulär von 2mm Knochenbreite umgeben, d.h. die Implantate sind ohne Knochenersatzmaterial vollständig vom Knochen umgeben
  2. Inserierte Implantate, deren fehelnde bukkale Knochenlamelle mit Knochenersatzmaterial aufgefüllt werden muss
  3. Implantate, die nach einem zweizeitigen Vorgehen inseriert werden aufgrund prinzipiell unzureichenden Knochenvolumen, d.h. als erstes muss eine Augmentation (Knochenaufbau) erfolgen; erst nach entsprechender Einheilzeit zwischen 4-9 Monaten erfolgt die Implantation.

 

 

Die Augmentation kann mit verschiedenen Materialien und nach verschiedenen Methoden erfolgen:

  • Bei kleineren Augmentationen reichen i.R. tierische (BioOss) oder synthetische Materialien (Hydroxylapatit)  abgedeckt mit einer entsprechenden Membran.
  • Für größere Augmentationen verwendet man i.R. eine Mischung aus Xenograft (HA) und Allograft (autologer Knochen mittels Knochenscraper als Knochenchips gesammelt) und ebenfalls mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt.

Prinzipiell ist es ratsam,  Augmentate mit Membranen (BioGide) zum Schutz vor einstrahlenden Muskeln und Schleimhautbändern abzudecken.

 

Größere Knochendefekte sind vor allem im Oberkiefer-Seitenzahngebiet vorhanden, z.B. durch das Fehlen der Molaren, aber auch Prämolaren (sogenannte Backenzähne) über mehrere Jahre. Aufgrund der pneumatisiert wirkenden Kieferhöhle ergeben sich in diesem Bereich extreme Knochenverluste in lateraler sowie vertikaler Richtung. Derartige Defekte kann man nur über den externen Sinuslift wieder aufbauen und je nach noch vorhandener Knochenhöhe und Breite als einzeitige Sitzung (Knochenaufbau + Implantat) oder in zweizeitiger Sitzung. 

Wesentlich komplizierter und aufwendiger ist die Knochenaugmentation im Frontzahngebiet eines Kiefers, i.R. durch zu schmalen Knochen. Die Knochenverbreiterung erfolgt entweder mit autologen Knochenblöcken, wofür jedoch eine Entnahmestelle für den Knochenblock im Kieferwinkel- oder Kinnbereich notwendig ist. In der Regel müssen die Patienten über postoperative Beschwerden an der zweiten Operationsstelle sowie über die Risiken dieser Behandlung aufgeklärt werden, so dass sie immer weniger bereit sind, sich derartigen Eingriffen zu unterziehen.

Der Trend in der Behandlung mit Implantaten geht deshalb immer mehr in Richtung „minimalinvasive Chrirurgie“, d.h. Einbringen von synthetischen Materialien/synthetisch hergestellen Knochenblöcken bis hin zu autologen Knochenblöcken von Laichen. Der Patient entscheidet sich lieber für eine längere Einheilzeit durch diese nicht körpereigenen Materialien, als unter Schmerzen/Beschwerden eine kürzere Einheilzeit mit körpereigenen Materialien zu erzielen.


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